Ein riesiger Schritt für die Zukunft unserer vereinseigenen Freibadanlage

Wir erhalten rund 1,83 Millionen Euro Bundesförderung für die Sanierung unseres Sportbeckens

,
Bild: Leif Ahme

Auch wenn die Situation in unserem Verein derzeit alles andere als einfach ist, kann ich heute eine wirklich außerordentlich positive Nachricht verkünden.

Heute, am 23. September 2026, habe ich kurz vor 18 Uhr die Mitteilung erhalten, auf die wir seit Monaten gehofft haben: Unser Projektantrag zur umfassenden Sanierung unseres 50-Meter-Sportbeckens wurde im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“ für eine Förderung ausgewählt.
Für unser eingereichtes Projekt sind nach der heutigen Entscheidung rund 1,83 Millionen Euro Bundesmittel vorgesehen. Damit erhalten wir für unsere vereinseigene Freibadanlage den mit Abstand größten Anteil der aktuell für fünf Hamburger Schwimmbäder vorgesehenen Bundesförderung.

Für mich persönlich ist diese Nachricht mit großer Freude und auch mit einer gewissen Erleichterung verbunden. Hinter diesem Antrag liegen viele Stunden Arbeit: von der ersten Idee und der Verschriftlichung eines Konzeptes über die Zusammenstellung der technischen und finanziellen Unterlagen bis hin zu zahlreichen Gesprächen mit der Bezirkspolitik und schließlich der intensiven gemeinsamen Arbeit mit dem Bezirksamt Hamburg-Eimsbüttel.
Ich habe dieses Förderprojekt angestoßen, den Antrag inhaltlich über viele Monate vorbereitet und gemeinsam mit den beteiligten Stellen Schritt für Schritt bis zur Einreichung entwickelt. Dass sich diese Arbeit nun ausgezahlt hat, bedeutet mir sehr viel.

Eine Auswahl, die alles andere als selbstverständlich war

Wie groß der Erfolg tatsächlich ist, zeigt ein Blick auf das Förderprogramm: Bundesweit wurden 960 Projektskizzen für Schwimmbäder mit einem beantragten Fördervolumen von rund 3,2 Milliarden Euro eingereicht. Zur Verfügung standen lediglich 250 Millionen Euro.
Die Nachfrage nach den Fördermitteln war damit um ein Vielfaches höher als die verfügbaren Mittel. Dass unser Freibad in diesem bundesweiten Auswahlverfahren berücksichtigt wurde, ist deshalb alles andere als selbstverständlich.
Es zeigt zugleich, dass unser Konzept überzeugen konnte und die Bedeutung unseres Bades für die Schwimmausbildung, den Vereins- und Breitensport sowie für den gesamten Hamburger Westen erkannt wurde.

Was mit dem Projekt umgesetzt werden soll

Im Mittelpunkt steht die langfristige Sicherung unseres bestehenden 50-Meter-Sportbeckens. Dabei soll möglichst viel vorhandene Bausubstanz erhalten und gleichzeitig eine technisch moderne, langlebige und energieeffizientere Anlage geschaffen werden.

Vorgesehen sind unter anderem:

  • die Sanierung des bestehenden Sportbeckens durch eine neue Edelstahl-Auskleidung bei Erhalt der vorhandenen Stahlbetonkonstruktion,
  • die Erneuerung von Beckenkopf, Überlaufrinne, Beckenhydraulik und der beckenbezogenen Verrohrung,
  • die Sanierung der bestehenden Schwimmbadfilter und weitere Maßnahmen an der Wasseraufbereitung,
  • die Anpassung und Erweiterung der Schwallwassertechnik,
  • die Erneuerung des Beckenumgangs einschließlich Entwässerung,
  • ein Behinderteneinstieg zur Verbesserung der Zugänglichkeit,
  • eine moderne Schwimmbadabdeckung zur deutlichen Verringerung von Wärmeverlusten und Verdunstung (wie beim Hauptbecken) sowie
  • zusätzliche technische Maßnahmen zur Verbesserung von Betrieb und Badesicherheit.

Damit geht es nicht mehr einfach nur noch darum, Schäden auszubessern. Es geht darum, unser Sportbecken für die kommenden Jahrzehnte zu sichern und gleichzeitig die Voraussetzungen für einen wirtschaftlicheren, ressourcenschonenderen und zukunftsfähigen Betrieb zu schaffen.

Dieser Erfolg war nur gemeinsam möglich

Bei aller Freude darüber, dass ich dieses Projekt initiieren und über einen langen Zeitraum vorantreiben durfte, wäre ein solcher Förderantrag ohne Unterstützung vieler Beteiligter nicht möglich gewesen.
Mein besonderer Dank gilt deshalb den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bezirksamtes Hamburg-Eimsbüttel, die unseren Antrag mit großem Engagement begleitet, fachlich unterstützt und letztlich als Antragsteller auf den Weg gebracht haben.
Ebenso danke ich den Vertreterinnen und Vertretern der Eimsbüttler Bezirkspolitik, die sich mit unserem Projekt beschäftigt und uns auf dem Weg unterstützt haben, sowie den Hamburger Bundestagsabgeordneten, die sich für die Berücksichtigung der Hamburger Schwimmbadprojekte eingesetzt haben.
Auch den beteidigten Fachplanern und allen weiteren Beteiligten, die innerhalb teilweise sehr kurzer Fristen Unterlagen, Pläne, Berechnungen und Informationen zur Verfügung gestellt haben, gilt mein ausdrücklicher Dank.
Ohne dieses Zusammenspiel wäre der heutige Erfolg nicht möglich gewesen.

Eine Grundlage für die Zukunft unseres Vereins

Mit der heutigen Entscheidung ist noch nicht jede Aufgabe erledigt. Bis zum Beginn der eigentlichen Sanierung stehen weitere formale Schritte, Abstimmungen und Planungen an.
Aber wir haben heute einen ganz entscheidenden Schritt geschafft.

Die Sanierung unseres Sportbeckens kann zu einer wichtigen Grundlage für die nächsten Jahrzehnte des unseres Vereins werden. Sie schafft die Voraussetzung dafür, dass auch zukünftige Generationen bei uns Schwimmen lernen, trainieren, Wasserball spielen, Wettkämpfe austragen oder einfach ihre Freizeit im Poseidon Bad verbringen können.
Gerade in einer Phase, in der wir uns intensiv mit der zukünftigen Entwicklung unseres Vereins beschäftigen, zeigt diese Entscheidung auch, was möglich ist, wenn wir langfristig denken, Ideen entwickeln und bereit sind, viel Arbeit in ihre Umsetzung zu investieren.

Für mich ist die Förderentscheidung ein riesiger Schritt für unsere vereinseigene Freibadanlage und für unseren Verein. Sie löst nicht alle Herausforderungen, die vor uns liegen – aber sie kann ein wichtiger Baustein und eine echte Basis dafür sein, den Schwimmverein Poseidon in den kommenden Jahren nachhaltig und zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

Und genau daran sollten wir jetzt gemeinsam anknüpfen.